Konduktive Keratoplastik (CK) bei Alterssichtigkeit

Das CK-Verfahren ist eine auf Wärme (Radiowellen) basierende Technik, die zur Korrektur der Alterssichtigkeit (Altersweitsichtigkeit, Presbyopie) und der gemäßigten Weitsichtigkeit (bis +2,75 Dioptrien) angewendet wird. Die Abkürzung „CK“ stammt vom englischen Begriff „Conductive Keratoplasty“, zu deutsch „konduktive Keratoplastik“, ab.

Die konduktive Keratoplastik war die am häufigsten eingesetzte „Behandlung“ der Alterssichtigkeit (Altersweitsichtigkeit, Presbyopie). Das Verfahren wurde bisher überwiegend in den USA durchgeführt und wurde von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA im Jahr 2002 (für Weitsichtigkeit) bzw. 2004 (für die Alterssichtigkeit, Presbyopie) zugelassen. Durch den Wärmeeffekt wird die Hornhaut angesteilt, das Auge also kurzsichtiger gemacht. Hierbei nutzt man die Monovision und eine für die Nahsicht vorteilhaften Verkrümmung (Multifokalität) der Hornhaut. Das heißt, ein Auge wird für die Ferne korrigiert, das andere für die Nähe.

Die Vorteile der konduktiven Keratoplastik liegen bei der niedrigen Infektions- und Entzündungsrate und der Einfachheit des Verfahrens. Es wird kein Gewebe „verbraucht“ so wie z.B. bei einer Excimer-Laserbehandlung. Auch werden keine Kortisontropfen benötigt, lediglich Antibiotika in den ersten Tagen nach der Behandlung. Meist sind die Augen schon nach wenigen Tagen völlig reizfrei. Dadurch, dass sehr wenig Gewebe behandelt wird, ist die Gefahr eines postoperativen „trockenen Auges“ recht gering. Die Konduktive Keratoplastik eignet sich nur für Weit- bzw. Normalsichtige (Fernauge mit Ausgangswerten zwischen +0,50 dpt und +2,75 dpt, Nahauge je nach Alter zwischen -1,00 dpt und +2,00 dpt).

Nachteile sind vor allem die schnelle Regression. D.h., dass die durch Wärme angesteilte Hornhaut in ihre ursprüngliche Form zurückkehrt. Damit geht der Effekt verloren. So ist die konduktive Keratoplastik keine dauerhafte Lösung, sondern eher eine Zwischenlösung für 1-2 Jahre. Die Wärmepunkte verblassen mit der Zeit, sind aber in den ersten Tagen für den aufmerksamen Beobachter sichtbar.